Politik-Podcast aus der Oberpfalz

WeissBlauFunk Politik Podcast

04.01.2012
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PI-Watch: "Nation Ungarn unter Druck"

Der Namens Bestandteil “Republik” wird gestrichen, Rechte von Homosexuellen eingeschränkt, die Unabhängigkeit der Zentralbank abgeschafft, die Justiz unter das Primat der Politik gestellt. Die Medien wurden schon vorher unter strenge Aufsicht gestellt, als Vorwand diente der Jugendschutz.

Dass Ungarn damit klar gegen EU-Verträge verstößt, würde bei der PI sicherlich eher auf positive Resonanz stoßen, auch wenn an anderer Stelle (z.B. Euro-Stabilitätskriterien) deren strikte Einhaltung gefordert wird. Aber diese Schizophrenie ist bei PI durchgängig zu beopbachten

Entlarvend sind die Kommentare zum Artikel. So schreibt ein Tsaerclaes-Graf-Tilly: Die waren 1956 mit ihren Knarren so gut gegen die Bolschewisten drauf, wahrscheinlich sind die Nachfahren von Attila die Einzigen, welchen man zutrauen kann, diese Gutmenschen und “ihre” Religion davonzujagen. Das ist ein klarer Aufruf zur ethnischen Säuberung.

Ein Pseudonym Antidote geifert im feinsten Nazi-Jargon: Mit den Protesten in Ungarn ist es wie mit OCCUPAY. Eine von Linken gesteuerte Kampagne. Es ist eine elende Bande von Mördern und Parasiten, die gut schwätzen kann aber sonst keinen Nagel in die Wand bekommt. Der Ausdruck Bande von Mördern und Parasiten wurde auch eine von Goeppels und Konsorten gerne genutzt.

Lediglich zwei Kommentare (von 58) fanden sich bis eben, die den Artikel inhaltlich kritisierten, beispielsweise wegen der Finanzpolitik und der Einschränkung der Meinungsfreiheit. Ansonsten war der Tenor klar: Die linken Medien versuchen das Bild von Ungarn zu verzerren und die EUdssR setze das kleine Land unter Druck, das standhaft bleiben soll.

05.09.2011
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Zahlenspiele in Bayern

Die CSU kommt aus ihren Umfragetief nicht heraus: Für bayerische Verhältnisse mariannengrabentiefe 41 Prozent würden aktuell die Christsozialen bei einer Landtagswahl ihre Stimme geben. Und diese Umfrage kommt dazu noch von Forsa, die für die C-Partei meist deutlich bessere Werte als tatsächliche Stimmungslage liefert. Am 17.09.2008 prognostizierte das Institut der CSU noch 50 Prozent, bei der Wahl neun Tage später erreichte die Partei noch 43,3 Prozent der Wähler.

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02.09.2011
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Berechtigte Europa-Kritik als Chance

Dem ARD-“Deutschlandtrend” vom 1. September zufolge sind zwei Drittel der Bundesbürger der Meinung, “die Bundesregierung hat angesichts des Ausmaßes der Krise den Überblick verloren”. Nur 29 Prozent finden, “die Bundesregierung hat in der Euro- und Schuldenkrise bisher die richtigen Entscheidungen getroffen”. Doch die Oppositionsparteien im Bundestag bieten keine alternativen Lösungen an, im Gegenteil.

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01.09.2011
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"Ich will die Deutsche Mark zurück"

Seit 17. Juli werbe ich für die Facebook-Seite Ich will die Deutsche Mark zurück. Innerhalb dieser kurzen Zeit haben beinahe 6.000 Nutzer gefunden, die sich die Wiedereinführung der DM wünschen. Der Klick auf einen mit “Gefällt mir” beschrifteten Knopf sagt erstmal nicht viel aus. Spannender sind die Kommentare der diskussionsfreudigen Community, die einen tiefen Blick in die Gefühlslage der Menschen, deren Sorge und Nöte erlauben.

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27.08.2011
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Joschka Fischer, Guido Westerwelle und Libyen

Joschka Fischer, der gewesener Aussenminister, rügt per SPIEGEL-Interview seinen Amtsnachfolger Guido Westerwelle. Beinahe könnte man meinen, der ehemalige Spitzenpolitiker der Grünen wäre jetzt – nach seinen Verträgen mit BMW, Siemens und Öl-Konsortien – Lobbyist für die Nato, so geißelt er die Arbeit seines indirekten Nachfolgers. Doch nach diesen Häutungen des Ökopaxen sollte man gerade bei harter Kritik etwas genauer hinsehen.

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02.08.2011
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Der Glaube, das Private und die Kirchensteuer

Geht es meine Bank etwas an, ob ich Katholik, Protestant, Muslim oder ein Heide bin? Sicherlich nicht, schließlich leben wir im 21. Jahrhundert, in einer mehr oder weniger aufgeklärten Gesellschaft und Glaube sollte reine Privatsache sein. Das mit der “Privatsache” ist frommes Wunschdenken sobald sehr viel Geld im Spiel ist, beispielsweise die Kirchensteuer. Der Gesetzgeber will die Banken jetzt zwingen, die Kirchensteuerpflicht ihrer Kunden zu überprüfen.

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